Im Thüringer Wald auf dem Bauernhof, da steht das kleine Kalb Mirko. Das kann man, genau wie die Hasen, füttern und streicheln. Die Kamerunschafe, die aussehen wie braunschwarze Ziegen, wollen das nicht. Mit ihnen könne man stattdessen ins Gespräch kommen, hat die Bäuerin gesagt, dazu müsse man nur folgenden Ausruf von sich geben: „Hatt’l, mach mal Mäh!“ Entweder verstehen die Schafe kein Thüringer Platt, oder wir haben es falsch ausgesprochen. Jedenfalls haben sie nie geantwortet. Höchstens geguckt.

Das Kalb Mirko freut sich über jeden Kontakt, und sei er auch nur menschlich. Es verbringt den ganzen Tag allein und streunt durch den Hof, wie ein Hündchen. Die anderen Kühe sind weit weg auf der Weide. Und jetzt wird es tragisch: Denn die Mutter von Mirko ist nach der Geburt nicht mehr aufgestanden. Sie hatte wohl einen Bandscheibenvorfall. So was bedeutet für eine Kuh das Aus.

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