Schwer zu sagen, wann die Situation in Saal 5 des Kinos in der Kulturbrauerei am Mittwochabend eskalierte. War es, als Klaus Lederer das erste Mal das Mikrofon ergriff und eine Frau aus dem Publikum auf Englisch brüllte: „Israel ist ein Apartheid-Staat, schämen Sie sich“? Oder war es, als der Kultursenator die israelkritische Boykottkampagne BDS („Boycott, Divestment and Sanctions“, also „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“) strukturell antisemitisch nannte. Da rastete dann der israelische Regisseur Udi Aloni („Junction 48“) aus, der den BDS unterstützt. „Meine ganze Familie ist im Holocaust gestorben und er nennt mich antisemitisch,“ schrie er. „Entschuldigen Sie sich, ich zittere am ganzen Körper.“ Von da an wurde nur noch gebrüllt und vor allem Lederer wüst beschimpft.

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