Als der Publizist Ludwig Börne seinen Intimfeind Heinrich Heine einmal besonders perfide verletzen wollte, schrieb er, der Dichter sei „an einem Tage des blutigsten Kampfes ein Knabe, der auf dem Schlachtfelde nach Schmetterlingen jagt“. Ein schöneres Kompliment dürfte Heine kaum jemals gemacht worden sein, denn blutige Kämpfe haben ihn nie interessiert, seine Leidenschaft gehörte mit seinen Gedichten und Essays der Jagd nach literarischen Schmetterlingen.

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