Er ist die Stimme aus dem Radio. Und er ist die Hand des Gesetzes. Über ihn werden Artikel für Magazine geschrieben. Helge Schneider ist nach Jahren wieder als Roy alias 00Schneider unterwegs, als Kommissar im hellbraunen Leder-Trenchcoat. Begleitet von seinem Zwergspitz Zorro, nimmt er sich jedes Falles an. Roy Schneider wurde zwar „nicht als Kommissar geboren“, wie er es in seinen Memoiren formuliert, die er nebenbei in eine Schreibmaschine hackt. Doch er füllt diesen Beruf so aus, dass seine Kollegen vor Bewunderung zittern.

Helge Schneider, der für seine Freude am Unsinn von vielen verehrte und manchen gehasste Komponist, Musiker, Entertainer, Buchautor, Schauspieler, Regisseur und Zeichner, hat in „00 Schneider – Im Wendekreis der Eidechse“ die konventionellste Rolle von allen: die des Stars. Er führte selbst Regie und ist auch einer der beiden Drehbuchautoren. Wer sich gern auf seinen anarchischen Humor einlässt, wird verwöhnt. Denn er ist praktisch in jeder Szene zu sehen. Wer aber einen Kriminalfilm für eine ernste Sache hält, sollte zu Hause bleiben und auf den „Polizeiruf“ warten. Hier wird das Genre parodiert, hier fliegen die Filmzitate nur so an den Augen vorbei. Und hier krisselt’s noch auf der Leinwand: Farbe und Bildaufbau lassen den Film wirken, als sei er vor dreißig Jahren gedreht. Verantwortlich ist das 16-Millimeter-Material.

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