In Minute 1,12 des Films „Goldrausch“ steht der Manager Klaus Klamroth in seiner Garage in Heidelberg, blättert durch Aktenordner und erzählt über seine Zeit als Leiter der Hallenser Treuhand-Niederlassung Anfang der Neunzigerjahre: „Ich musste feststellen, dass ich in vielen Dingen zu naiv an die Aufgabe rangegangen bin, dass ich nicht genug aufgepasst habe.“ Matthias Artzt ruft in Berlin vor dem Bildschirm in diesem Moment schon zum zweiten Mal Stop. „Das ist interessant: Da wird ein Experte eingeführt, der sich aber dafür entschuldigt, kein Experte gewesen zu sein. Und diese Erklärung vermittelt dann: Was bei der Treuhand schief gelaufen ist, das war nicht systembedingt, das war keine Korruption, sondern das lag daran, dass so ein Klamroth ein bissel naiv war, nicht richtig aufgepasst hat. Dabei war die Freistellung von grober Fahrlässigkeit ein Einstellungskriterium.“

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