Layla, eine junge Schwarze aus Johannesburg, kennt sich aus mit Lügen. Sie hat gerade ihre Ausbildung als Fachkraft für Lügendetektoren abgeschlossen. Ihr erster Auftrag für eine große Firma, von der sie eingestellt wird, nachdem sie selbst – beeindruckend verkabelt – den Lügendetektor-Test bestanden hat, führt sie in ein entferntes Spiel-Casino in der Provinz, wo sie Job-Bewerber auf ihre Ehrlichkeit testen soll. Da sie ihren kleinen Sohn nicht beim getrennt lebenden Vater unterbringen kann, nimmt ihn die alleinerziehende Mutter mit.

Es ist Nacht, es ist unheimlich. Noch bevor etwas geschieht, ist die Atmosphäre mit einer sirrenden Unruhe aufgeladen. Schon die panik-erfüllten Blicke Laylas (hervorragend dargestellt von Rayna Campbell) in den Autorückspiegel, wenn doch einmal Scheinwerfer hinter ihr auftauchen, signalisieren, dass hier gar nichts gut gehen wird. Dann knallt es. Beim Versuch, einem querstehenden Auto und einem winkenden Mann auszuweichen, was Layla wie in Südafrika nur allzu üblich für einen Hinterhalt hält, fährt sie den Mann an. Sie hält; der Mann, ein älterer, bärtiger Weißer, atmet noch. Er hält die Hand des über ihn gebeugten Jungen fest. Am Straßenrand verendet ein Affe, der die Ursache für den Unfall des weißen Mannes war. Sie laden den Schwerverletzten auf die Rückbank und steuern ein schäbiges, kleines Landkrankenhaus an.

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