Es gibt keine guten Väter, sagt Sartre. Dass alle Brüder Idioten und alle Schwestern Nervensägen sind, wäre auch ein gutes Zitat. Aber mit Brüderchen und Schwesterchen haben sich die großen Philosophen weniger befasst, das war doch immer eher eine Sache für Märchen. Die wiederum mögen gern Psychologen. Vielleicht lässt sich Philip Grönings „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“ als ein Film beschreiben, in dem alles zusammenkommt.

Aber zitiert werden muss. Elena und Robert, vorgeblich Zwillinge, liegen im sommerlichen Gras und werfen sich Phrasen an den Kopf. Elena lernt für ihr Abi in Philosophie, Robert, Schulabbrecher mit exorbitantem Heidegger-Wissen, hilft ihr dabei. Was heißt das, dass sich das Sein in der Wahrheit lichtet? Und gibt es in der Gegenwart überhaupt eine Zeit? Das sind die existenziellen, also hochdringlichen Fragen, die der Film aber auch ganz physisch stellt, mit einer Laufzeit von fast drei Stunden.

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