Die Silhouette der schwarzen Engelsstatue legt sich passgenau über Lisbeth Salanders Schatten. Für einen Moment scheint es, als würden ihre Flügel direkt aus Salanders Rücken wachsen. Wie ein fleischgewordener Racheengel steht sie in der Luxuswohnung eines Unternehmers. Bevor dieser verstanden hat, was vor sich geht, stößt Salander die Skulptur um. Das an ihr befestigte Seil windet sich um die Knöchel des Mannes und zieht ihn kopfüber Richtung Decke.

Von dort aus sieht er hilflos zu, wie Salander sein Konto plündert, ihm die Polaroids einer von ihm missbrauchten Frau unter die Nase hält und ihm als kleinen Zusatz einen Elektroschock verpasst. Es ist Salanders letzter Auftritt dieser Art. Die Frau, die in der ersten Hollywood-Adaption der Millennium-Romanreihe (David Finchers „Verblendung“) noch gegen die mächtigen und reichen Sexualstraftäter Stockholms kämpfte, bekommt in Fede Alvarez’ Fortsetzung eine neue Rolle zugewiesen.

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