Kaum hat sich das Mädchen früh morgens von seiner Tatamimatte erhoben, steht es auch schon mit einem fröhlichen Miso-Reis-Tofu-Lied – „Am Morgen wird ordentlich gegessen“ – auf den Lippen in der Küche und bereitet das Frühstück für die beiden jüngeren Schwestern, die Großmutter und die Untermieter zu. Zuvor hat es noch zwei Fahnen gehisst, mit denen sie von dem idyllisch auf einem Hügel über der Bucht von Yokohama gelegenen Haus aus vorbeifahrende Schiffe grüßt.

Die ersten Szenen aus „Der Mohnblumenberg“ des legendären japanischen Animationsstudios Ghibli sind eine leicht irritierende Lektion in Sachen gutgelaunter und geschlechtstypischer Pflichterfüllung. Später in der Schule wird die sorgende siebzehnjährige Umi auf den aufbegehrenden Schülerzeitungsredakteur Shun treffen, der mit gleichgesinnten Mitschülern dabei ist, Proteste gegen den Abriss des altmodischen Clubhauses zu organisieren. Die beiden Ungleichen verlieben sich auf scheue Weise ineinander und ahnen noch nichts von ihrer schicksalhaften Verbundenheit.

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