Pusteblumen im Sommerwind, saftig die Wiese, der Himmel so blau, ein Bild wie aus Liedern vom Schnitter Tod: „Es ging ein Maidlein zarte wohl durch das grüne Gras“. Hier aber ist es ein Junge, nicht weniger zart, der durch das Gras geht und dichtet: „Es weinen leise die Schleie. Im Garten wächst Mangold und Kleie. Der Specht kommt vorbei, vorhin sang er: ,Tirilei’. Der Pächter erschrak im Sarg, wo er mit der Biene lag. Es summt die Biene im Sarg. Das Mahl ist sehr karg, sehr karg“. Holger Mischwitzky hieß der Junge, der damals, vor mehr als fünfzig Jahren, durch die Wiesen schlich. „In der Einsamkeit von Praunheim träumte ich, ein großer Künstler zu werden“, sagt Rosa von Praunheim, wie Holger Mischwitzky sich seit langem nennt.

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