Gut aussehen wollen alle. Ohne Attraktivität hat man heutzutage nirgendwo Erfolg. Prominent zu sein, scheint vorsichtigeren Zeitgenossen allerdings weniger erstrebenswert – schließlich führen einem die Klatschmagazine Woche um Woche vor, wie lästig es doch ist, unablässig von Paparazzi verfolgt zu werden und kaum einen privaten Moment genießen zu dürfen. Das kassiert die Vorteile der Prominenz schnell ein.

Celebrities sind indes die Leitbilder der modernen Medienkultur. Als das Internet irgendwann in den 1990ern populär wurde, begannen die Celebs all jene durch Verdienst oder Stand berühmt gewordenen Persönlichkeiten zu ersetzen, die bis dahin unseren Begriff von Berühmtheiten prägten. Celebs stahlen sogar den richtigen Stars etwas von deren Glanz – einfach dadurch, dass sie ihren eigenen Dunstkreis aus Scheinbedeutung durch permanente Präsenz am Glimmen hielten. Plötzlich fanden Teenager Paris Hilton toll, obwohl die Hotel-Erbin weder einen Kino- noch einen Radio-Hit zu bieten hatte. Die Präsenz diverser Celeb-Stile, vielmehr Styles, rangierte nämlich vor Inhalten – und schuf seine eigenen Inhalte und Oberflächen, gerade medial.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.