Es ist die Geschichte von der geliehenen Identität, die allmählich anwächst wie eine transplantierte Haut. Nur dass diese Haut nicht vom eigenen, sondern von einem fremden Körper stammt, der dafür am Ende entsorgt wird wie Gartenmüll. Buchstäblich. Er wird verbrannt. In den 1960er-Jahren, so steht es im Abspann des Films, wurde in einem Wald in der Nähe der norwegischen Stadt Bergen eine halbverkohlte Leiche gefunden. Es waren die Überreste einer Frau, an der gleich ein doppeltes Verbrechen begangen wurde. Als Kind einer Norwegerin und eines deutschen Besatzungssoldaten in eines der „Lebensborn-Heime“ der SS verschleppt, denn norwegisch-deutsche Kinder galten als rassisch „hochwertig“ im Wahnsystem der Nazis, wuchs das Mädchen nach dem Krieg in einem Kinderheim in Sachsen auf.

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