Filmfestival Cottbus: Hauptpreis für „Safe Place“

Kinoliebhaber feierten beim 32. Filmfestival in Cottbus unzählige osteuropäische Produktionen. Überzeugt hat die Jury vor allem ein Film aus Kroatien, der si...

Das Gebäude des Staatstheaters.
Das Gebäude des Staatstheaters.Patrick Pleul/dpa

Cottbus-Der Hauptpreis des Filmfestivals Cottbus geht in diesem Jahr an den kroatisch-slowenischen Film „Safe Place“ von Juraj Lerotić. Das Drama erzählt, wie eine Familie damit umgeht, wenn ein Familienmitglied versucht, sich das Leben zu nehmen. Das Spielfilmdebüt gewinne den Hauptpreis „für den Mut eines Filmemachers, sich nicht nur als Autor zu offenbaren, sondern auch seine Seele zu enthüllen, in diesem Film über die bedingungslose Liebe zu den Nahestehenden“, teilte die Internationale Festivaljury am Samstagabend laut Mitteilung mit. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.

Geschäftsführer Andreas Stein sagte einer Mitteilung zufolge: „Das Festival hat seine Bedeutung als Plattform des interkulturellen Dialogs unterstrichen, die Cottbuserinnen und Cottbuser haben ihre Heimat für eine Woche zur Hauptstadt des osteuropäischen Kinos gemacht.“ Das Festival stand in diesem Jahr auch unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. In Cottbus wurden von Dienstag bis Sonntag 219 Filme aus 48 Produktionsländern gezeigt.

Der mit 7500 Euro dotierte Spezialpreis für die beste Regie ging an den polnischen Regisseur Damian Kocur für sein Spielfilmdebüt „Bread and Salt“. In der Begründung der Jury hieß es: „Der Regisseur inszeniert mit Anmut die Alltäglichkeit und Komplexität des Lebens von Jugendlichen in unserer gemeinsamen Welt.“

Weitere Preise gingen unter anderem an den rumänischen Schauspieler Iulian Postelnicu für seine Darstellung in dem Film „Men of Feeds“ und an die Regisseurin Rinaldas Tomaševičius für ihren litauischen Kurzfilm „Last Time“. Darin geht es um ein drogensüchtiges Paar, das ein Kind erwartet und Geld für einen Entzug auftreiben muss. Der Publikumspreis ging an den Film „The Last Race“ von Tomáš Hodan.