Wie die Festivalleitung am Donnerstag in Paris bekanntgab, ist Haneke in diesem Jahr wieder dabei, diesmal mit dem Film „Amour“ mit Jean-Louis Trintignant und Isabelle Huppert. 2009 wurde Haneke für "Das weiße Band" mit einer „Goldenen Palme“ ausgezeichnet.

Vertreten sind in diesem Jahr viele Filme aus Amerika, darunter „Mud“ des US-Regisseurs Jeff Nichols oder „Cosmopolis“ des Kanadiers David Cronenberg, in Twilight-Star Robert Pattinson spielt. Kristen Stewart, die weibliche Hauptdarstellerin der Vampir-Reihe, spielt die Hauptrolle in der Jack-Kerouac-Verfilmung „On the road“ des Brasilianers Walter Salles.

Um die „Goldene Palme“ wetteifern auch „The Paperboy“ des US-Filmemachers Lee Daniels mit Zac Efron und Nicole Kidman sowie „Killing them softly“ des Australiers Andrew Dominik mit dem Hollywood-Star Brad Pitt.

Deutschland nur mit Co-Produktion vertreten

Der britische Regisseur Ken Loach zeigt in Cannes sein Werk „The Angel's Share“. Zurück im Wettbewerb ist auch der Däne Thomas Vinterberg mit seinem Film „The Hunt“, der bereits 1998 für „Festen“ ausgezeichnet wurde. Deutschland ist im Wettbewerb um die Goldene Palme nur über eine Co-Produktion des Österreichers Ulrich Seidl („Paradies“) vertreten.

Eröffnet wird das Filmfest am 16. Mai mit „Moonrise Kingdom“ von Wes Anderson, der eine Starbesetzung mit Edward Norton, Bruce Willis, Bill Murray, Frances McDormand und Tilda Swinton zu bieten hat. Zum Abschluss des Festivals am 27. Mai soll in diesem Jahr der letzte Film des kürzlich verstorbenen französischen Regisseurs Claude Miller gezeigt werden, „Thérèse D.“. Die durch den Stummfilm „The Artist“ international bekannt gewordene französische Schauspielerin Bérénice Bejo moderiert in diesem Jahr das Filmfest in Cannes.


Die Organisatoren wählten die Wettbewerbsfilme aus insgesamt 1779 Werken weltweit aus. Im offiziellen Programm sind insgesamt 54 Filme aus 26 Ländern. Alle Filme werden in Cannes als Welt-Premiere gezeigt. Die Jury des 65. Filmfestes leitet der Italiener Nanni Moretti. (afp)