Der Olivenbaum war schon immer da. Wenn man den Mittelmeerraum so häufig als Wiege der europäischen Zivilisation bezeichnet, dann ist er das dazugehörige Symbol. Wie ein unauffälliges Leitmotiv zieht er sich durch die europäische Kultur- und Geistesgeschichte. In der griechischen Mythologie ist sein Öl als Opfergabe nicht wegzudenken. Seine Früchte besang Homer in der Ilias und der Odyssee. Bibel und Koran erwähnen sein brennendes Öl als Lichtquelle in Häusern oder als Friedenszeichen.

Doch so bedeutend der Olivenbaum auch war für Mythen und Legenden – die Moderne, die Popkultur und damit auch das Kino ließen ihm keinen besonderen Symbolcharakter zukommen. Wenn es gut für den Olivenbaum lief, war er nette Kulisse und Postkartenmotiv. Dabei geht von diesen Bäumen etwas Archaisches aus, stoisch bezeugen sie das Menschheitsgeschehen um sie herum.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.