Den Westen von Texas wird niemand als blühende Landschaft bezeichnen wollen. Rechts und links der Highways häufen sich riesige Werbetafeln für Pfandhäuser und dubiose Kreditinstitute, die „Fast Cash“ versprechen, schnelles Geld. Jobs sind rar; die Hoffnung auf Ölfunde hält die Leute immerhin aufrecht. Die hier ansässigen Farmer haben vielleicht noch nie bessere Zeiten gesehen, wenn man Toby glaubt: Seine Großeltern waren arm, seine Eltern waren es, und er selbst sei es immer gewesen, sagt er am Ende dieses Films. Für seine beiden Söhne aber wünscht sich Toby ein besseres Leben. Wie er das erreichen will und wie er sein diesbezügliches Vorgehen rechtfertigt, ist Gegenstand von David Mackenzies kapitalismuskritischem Neo-Western „Hell or High Water“.

Die Geschichte, die der Film erzählt, ist einfach: Zwei ungleiche Brüder aus prekären Verhältnissen überfallen immer wieder Bankfilialen der Texas Midlands Bank, um mit der Beute die kleine, elterliche Farm vor der Zwangsversteigerung durch eben diese Bank zu bewahren. Gerade ist die Mutter von Toby (Chris Pine) und Tanner (Ben Foster) nach langem Siechtum gestorben; nun stehen die Brüder gemeinsam an ihrem Bett in dem völlig abgewohnten Haus.

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