Abbas Kiarostami ist der Philosoph des iranischen Kinos, Jafar Panahi der Sozialforscher und ihr jüngerer Kollege Asghar Farhadi liefert die Innenansichten eines zerrissenen Landes. Kiarostamis Filme durften in seiner Heimat meist nicht gezeigt werden, auch deshalb drehte der im vergangenen Sommer verstorbene Regisseur zuletzt nur noch im Ausland. Den Goldene Löwen von Venedig, den Jafars Panahi wiederum für seinen Film „Der Kreis“ (2000) erhielt, kann man in der Vitrine des Filmmuseums in Teheran bewundern, obwohl die Geschichte um verschiedene Frauenschicksale offiziell nie in die iranischen Kinos kam. Nicht in der Vitrine stehen all die weiteren Preise, die der Regisseur, der 2010 zu 20 Jahren Berufsverbot verurteilt wurde, in der Zwischenzeit bekommen hat.

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