Eine Frau steht vor verschlossenem Tor. Ihr Gastgeber ist nicht da und auch nicht telefonisch zu erreichen. Andere Möglichkeiten, ans Ziel zu gelangen, kennt die Frau nicht oder  sucht sie nicht. Sie setzt sich hinter einen  Busch, um zu pinkeln. Das ist die Grundfiguration des Films „Halbschatten“ von Nicolas Wackerbarth: Probleme werden nicht gelöst, sondern stehen gelassen. Man macht dann eben was anderes. Der Film erzeugt ein Nachbild von im Wege stehender Materialität. Das Haus in Nizza ist in der Erinnerung massiver, als es tatsächlich ist mit seinen stereotyp luftigen Beton-Holz-Glas-Mischungen.

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