Denn am Mittwochabend ist es endlich soweit auf der Berlinale: Um 21.30 Uhr erlebt im Zoo Palast in Charlottenburg – im Bahnhofsviertel gegenüber von Beate Uhse – der mit Spannung erwartete erotische Frauenselbstfindungsfilm „Fifty Shades of Grey“ seine weltweite Premiere.

Seit Tagen schon werden sensationelle Vorverkaufszahlen für die sadomasochistische Sexstory gemeldet, aus Deutschland ebenso wie aus den USA. Dort wurden die meisten „Fifty-Shades-of-Grey“-Karten vorab in Arkansas, West Virginia, Kentucky, Alabama und Louisiana verkauft, also in den Städten des sogenannten Bible Belt; die meisten bereits ausverkauften Vorstellungen – so hat der Branchendienst Hollywood Reporter ermittelt – gibt es in Tupelo/Mississippi, Florence/Kentucky und Chattanooga/ Tennessee.

In Deutschland wiederum meldet die katholische Bischofsstadt Osnabrück besonderes SM-Interesse. Für das kommende Wochenende seien fast alle Aufführungen ausverkauft, schreibt die Neue Osnabrücker Zeitung, und das, obwohl die dortigen Kinos ihre Frequenz drastisch erhöht hätten: Das CineStar am Bahnhof wolle den Film gar im Stundentakt zeigen! Ein ähnliches Bild ergibt sich in den urbanen Zentren des deutschen Nordostens. In Neubrandenburg, Waren, Neustrelitz und Prenzlau seien die Karten „mehr als gefragt“, meldet der Nordkurier. Besonders interessant sei das Publikumsverhalten in Prenzlau: Dort habe sich bislang nämlich „noch kein einziger Mann eine Karte gekauft“.

Aber nicht nur der Film und die dazugehörige literarische Trilogie erfreuen sich größter Beliebtheit, auch die Drogeriekette Rossmann erwartet für ihre „Fifty-Shades-of-Grey“-Artikel weiter erhöhte Absätze. Neu aufgelegt wurden daher die zwischenzeitig ausverkaufte Handfessel Deluxe (19,99 Euro), der Federkitzler „Tease“ (12,99 Euro) und die Nippelspangen „The Pinch“ (14,99 Euro); weiter lieferbar sind die Riemenpeitsche „Please Sir“ (22,99 Euro) und – für Auspeitschnovizen mit sensibler Haut – die beruhigende Creme „After Spanking“: Die 50-ml-Dose kostet 9,99 Euro.