BerlinVon einem, der auszog, das Fürchten zu lernen? Nein, eigentlich träumt Fljora, zum Zeitpunkt, als er sich den Partisanen anschließt und fast noch ein Bub, von Heldentaten. Im Jahr 1943 ist das, in Weißrussland, im dritten Jahr der deutschen Besetzung während des Zweiten Weltkriegs. Die Mutter weint, als sie nach ihrem Mann nun auch noch den Jungen verliert – aber was nützen schon Tränen, wenn Krieg ist? Auch Fljora wird das lernen, schneller und umfassender, als er sich es je vorgestellt hat.

Dem Hauptmann der Partisanen ist der Bursche noch zu jung und er schickt ihn zurück in sein Heimatdorf: Unterwegs erlebt Fljora sein Martyrium: eine Höllenfahrt, jenes Entsetzen, das oft „unsagbar“ oder „unbeschreiblich“ genannt wird, und das von dem russischen Regisseur Elem Klimow (1933–2003) in die Bilder des Films „Komm und sieh“ („Idi i smotri“, 1985) gebannt worden ist. Klimows Film beruht auf Werken des weißrussischen Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers (und Co-Drehbuchautors) Ales Adamowitsch (1927–1994), in denen er seine eigenen Erlebnisse als Partisan gestaltet hat.

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