Es ist wohl kein behördliches Versagen in der jüngeren deutschen Geschichte empörender als die Ermittlungspannen zu den Morden des NSU. Wut und Scham über dieses Polizei- und Verfassungsschutzdebakel schreien danach, in einen Film gegossen zu werden, und wer wäre dazu geeigneter als Fatih Akin? Wie kaum ein anderer deutscher Regisseur beherrscht er das filmische Vokabular für die nötige Wucht, die ein solches Mahnmal haben müsste. „Diese Opfer sind zweimal gestorben“, sagte der Regisseur gestern in aller Deutlichkeit in Cannes. „Man hat sie verdächtigt, nur weil sie Türken oder Kurden waren.“

Die Spirale des größtmöglichen staatlichen Versagens

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