Im Winter 2007 ersteigert ein junger Mann in einem Auktionshaus in Chicago eine Kiste mit alten Negativen. John Maloof benötigt historische Fotos für ein Projekt an der Universität; er ahnt damals nicht, dass er mit dem staubigen Karton eine Aufgabe gefunden hat, die ihn auf Jahre fasziniert. Doch was heißt hier Aufgabe? Eine Mission! Maloof scannt die Negative ein und findet die Bilder so toll, dass er mit etlichen davon ein Blog bestückt. Über die Fotografin, deren Arbeiten dank den sozialen Netzwerken nun auch andere für großartig halten, kann er indes nichts finden. Google kennt Vivian Maier nicht. Absolut nicht.

Das ist der Beginn einer mehrjährigen Recherche, deren vorläufiges Ende Ausstellungen in der ganzen Welt, Publikationen und dieser Dokumentarfilm bilden. „Finding Vivian Maier“ feierte im Panorama der Berlinale 2014 Premiere; nun kommt der Film in die Kinos. Man sollte ihn keineswegs verpassen – und zwar nicht allein, weil er mit dem originären Werk einer hochinteressanten Frau bekannt macht, sondern weil er das auch auf spannende, seine Form und Herangehensweise reflektierende Weise tut.

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