Oldies but Goldies: Das war wieder das Motto, als die britisch-kalifornische Softrock-trifft-Blues-Gruppe Fleetwood Mac am Mittwoch in der Mehrzweckhalle am Ostbahnhof zum dritten Mal in zehn Jahren ein Reunion-Konzert absolvierte; drei Stunden lang spielten sich Mick Fleetwood, John McVie, Lindsey Buckingham und Stevie Nicks durch ihr Repertoire, wobei der Schwerpunkt wie stets auf den drei Alben „Fleetwood Mac“, „Rumours“ und „Tusk“ aus der zweiten Hälfte der Siebzigerjahre lag. Erotik und Leidenschaft bestimmten den Abend. Als beispielsweise kurz vor Beginn des Konzerts eine nur mit Mieder und Strapsen bekleidete blonde Irokesenfrisurträgerin durch die Sitzreihen im Innenraum lief, zückten viele von den dort zu Tausenden untergebrachten übersechzigjährigen Fleetwood-Mac-Freunden simultan ihre Mobiltelefone, um die Erscheinung zu fotografieren, und zwar insbesondere jene männlichen Fleetwood-Mac-Freunde, die nicht in Begleitung ihrer übersechzigjährigen Ehefrauen erschienen waren. Viele von ihnen stießen beim Fotografieren auch spitze Pfiffe hervor, manche ließen die Mobiltelefone in ihren Herrenhandtaschen verschwinden und liefen der Irokesenfrisurträgerin hinterher.

Sie standen auf und gingen

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