Wer ihn kannte oder auf der Bühne des BE, der Volksbühne oder in Fassbinder- und Schlöndorff-Filmen sah, der erlebte Volker Spengler (1939-2020)  als Ausnahmetyp: ein sensibler Berserker, rauschhaft, extrem, obsessiv. Ein Höllenfürst mit der Seele eines Rehs. Der Fotograf Sven Marquardt, als Berghain-Türsteher und Künstler selbst schon eine lebende Legende, hat sich mit der Kostümbildnerin Esther Perbandt und dem Regisseur Nicholas Mockridge zusammengetan, um „Fleischmann“ zu inszenieren. Und zwar als eine an barocker Altmeister-Malerei orientierte Fotoserie. Die Bildästhetik ist unübersehbar angelehnt an Caravaggios „Die sieben Werke der Barmherzigkeit“. Und die von Marquardt raffiniert angewandte „Tableau Vivant-Lichter“-Methode (Lebende Bilder) des italienischen Malers schafft dramatische, skurrile, monströse - und allesamt imaginierte Szenen. In diesen lebt Volker Spengler noch einmal auf.

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