Es ist noch nicht alles, wie Jörg Quoos es haben möchte. Das gilt für sein Büro beim Burda-Verlag in München, das gilt für das Blatt, dessen Chefredakteur er seit Januar ist, das Wochenmagazin Focus. Der 49-Jährige sagt, er wisse, wohin er will.

16 Jahre war Quoos bei der Bild-Zeitung, zuletzt als zweiter Mann hinter Chefredakteur Kai Diekmann. Den Stapel aller bisher unter seiner Leitung entstandenen Focus-Ausgaben vor sich, zeigt er, wo er dem, was ihm vorschwebt, schon nahe gekommen ist. Er nennt auch Schwachstellen. Sagt, dass es schwierig sei, sich im Heft zurechtzufinden. Das lässt sich beheben. Eine andere Feststellung wiegt schwerer: „Abgesehen von Helmut Markwort gibt es wenige Autoren, die man mit dem Focus verbindet. Daran arbeite ich.“ Auch räumt der gebürtige Heidelberger ein: „Geschichten, die Emotionen auslösen, haben im Focus gelegentlich gefehlt“. Andere Dinge, die er vermisst, sind praktischer Natur. Digitale Fototische gehören dazu, Konferenzen für die Bilderauswahl. Statt inaktueller Themenfotos will Quoos Bilder zeigen, die nicht schon überall zu sehen waren. So wie jener Scoop just nach Laura Himmelreichs Sexismus-Vorwürfen gegen Rainer Brüderle. Das Foto, das den FDP-Politiker neben der Stern-Korrespondentin zeigt, wollten danach auch andere Zeitungen drucken. Bild sogar groß auf Seite eins.

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