Es bewegt sich alles, Stillstand gibt es nicht … Fort mit den Stunden, Minuten, Sekunden. Hört auf, der Veränderlichkeit zu widerstehen, seid in der Zeit – seid statisch, seid statisch – mit der Bewegung … “ So liest sich, geradezu manifest, die Aufforderung Mitte der 60er-Jahre des aus der Schweiz stammenden Bildhauers der Kinetik, Jean Tingely.

Nur scheint das Flüchtige des Moments das Festhalten-Wollen ja eigentlich auszuschließen. Und doch nehmen wir Menschen es mit dem Paradoxon auf: Wir machen mit Hingabe, gar Obsession flüchtige Momente zu Bildwerken. Wir sammeln sie, füllen damit Museen. Das, was das Vergängliche zu bannen sucht, wird bewahrt. Das Ephemere fasziniert uns. Es macht uns sentimental. Und es klärt uns auf, macht uns wissender. Es ist uns überaus kostbar.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.