Frankfurts Paulskirche zur Sonntagmittagszeit, wenn der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen wird, war selten ein Ort für Sonntagsreden, auch diesmal nicht, in einem nieseligen Licht. Wurde doch in Gegenwart eines der berühmtesten Fotografen der Welt, des Preisträgers Sebastião Salgado, die Frage gestellt, ob „Photographieren“, altmodisch mit Ph geschrieben, „ein Akt des Friedens sein“ könne.

Der Filmkünstler Wim Wenders wollte als Laudator seine Frage nicht als rhetorische verstanden wissen. Handele es sich doch bei der „Photographie“ um eine Tätigkeit, „die mit ,Schießen’ verbunden“ sei. Auch gebe es da das unangenehme Wort „Schnappschuss“. Und hätten die amerikanischen Ureinwohner nicht instinktsicher geahnt, dass der weiße Mann ihnen damit „die Seele stehlen“ wollte?

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