Der Berliner Fotokünstler Harf Zimmermann hat sich in den vergangen vier Jahrzehnten in seinem umfangreichen Werk bevorzugt der Archivierung des sozialen Niedergangs gewidmet. Bekannt wurde er durch die Serie „Hufelandstraße 1055 Berlin“, in der er in einer Langzeitbeobachtung den Alltag einer Straße im Bezirk Prenzlauer Berg kurz vor dem Ende der DDR dokumentierte. Sichtbar in der Tradition des Porträtfotografen August Sander bildete er die Protagonisten der sozialistischen Arbeitswelt ab, die längst dabei waren, den Anschluss an die Lebensstilwelt der Moden und des Pop zu suchen. Popper und Punks posieren vor der Fototapete oder dem abblätternden Putz einer Hauswand. Der Hufelandstraße standen die schicken Fassadenrenovierungen erst noch bevor.

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