Am Wochenende ging die Berlin Art Week zu Ende, mit der tollen Art Berlin Contemporary am Gleisdreieck und noch mehr Kunstvolk als sonst schon in Mitte. Man sah das auch am Freitag in der Volksbühne, wo das mit der BQ-Galerie ausgerichtete Glasgow Weekend seinen Höhepunkt erlebte. Die schottische Tanzrockband Franz Ferdinand stellte ihr Album vor, und die Kunstwelt machte sich extrem locker: Da ging ein Hemdknopf überm Pullunder auf, dort schüttelte man die von Mama abgeschaute Frisur, und junge Frauen küssten noch mehr alte Männer als sonst schon in Mitte.

Berlins Ruf als Stadt der Entgrenzung wurde dieser Abend also mehr als gerecht, auch weil man in der Volksbühne alkoholische Getränke in Plastikbechern mit zum Sitzplatz nehmen durfte. In einem britischen Theater käme das öffentlichem Geschlechtsverkehr gleich. Ansonsten aber gab der Abend eine kleine Lehrstunde über den Unterschied zweier Popkulturen und auch darüber, was seit dem Debutalbum von Franz Ferdinand so alles passiert ist mit den Musikhörern.

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