Zunächst sah es wie ein Überraschungscoup aus. Für ein Fontane-Projekt hatte der Ost-Berliner Aufbau-Verlag Ende der 1960er-Jahre ausgerechnet einen West-Berliner Autor gewonnen. Die DDR war kein Risiko eingegangen. Denn der Schriftsteller Joachim Seyppel (1919–2012) sympathisierte mit dem sozialistischen Experiment auf deutschem Boden und hatte bereits im Aufbau-Verlag seine westdeutsche Nachkriegssatire „Als der Führer den Krieg gewann“ (1965) veröffentlicht, die in der Bundesrepublik keiner publizieren wollte. Zwei Jahre später erhielt er nun den Auftrag – zusammen mit seiner amerikanischen Frau – auf Fontanes Spuren durch die DDR-Bezirke Frankfurt/Oder, Potsdam und Cottbus zu wandern. Seyppels Buch „Ein Yankee in der Mark“ erschien 1969 pünktlich zum 20. DDR-Jubiläum – und zum 150. Geburtstag Theodor Fontanes.

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