Man muss sie mögen, diese Weihnachtsgans namens Auguste. 
Foto: Feld Theater

Berlin-SchönebergLiebe geht durch den Magen? Nun ja, nicht immer. „Gewiss, es waren schwere Zeiten. Aber etwas muss man doch fürs Herze tun!“ Mit diesen Worten rechtfertigt der Opernsänger Luitpold Löwenhaupt einen Kauf, den die Haushaltskasse eigentlich nicht hergibt. Vor der Reaktion seiner Familie fürchtet er sich. Ob alle finden, dass man trotz der schweren Zeiten Weihnachten Gans essen muss? Könnte die Liebe nicht auch mal einen anderen Weg nehmen?

Wie die meisten erwachsenen Menschen wissen, tut sie das in der Geschichte „Die Weihnachtsgans Auguste“. Das Federvieh, welches Vater Löwenhaupt anschleppt, erobert nämlich binnen kürzester Zeit die Herzen der Kinder, und auch Mutter Löwenhaupt denkt bald nicht mehr an Gänsebraten mit Rotkraut und Äpfeln. Am Ende bekommt die bereits gerupfte „Gustje“ den wohl ersten Ganspullover der Weltgeschichte gestrickt. Damit sie weiterhin, ohne zu frieren, mit Peterle spazieren gehen kann.

Was lernen wir aus diesem Märchen, das an diesem Sonnabend im FELD-Theater am Winterfeldplatz vom Ensemble „Die Artisanen“ präsentiert wird? Manchmal geht Liebe am Magen einfach vorbei und direkt – ins Herz. Eine gute Nachricht.

Die Weihnachtsgans Auguste Theater FELD, Gleditschstr. 5, Schöneberg. Sa 16 Uhr, Eintritt 10, Kinder 5 Euro. Ab 4 Jahre.