Im Friedrichstadt-Palast brüteten sie gerade über Ideen zur 100-Jahr-Feier ihres Hauses, als ein Geschenk vom Himmel fiel. Das Jubiläum im November sollte anders als üblich ausfallen – originell natürlich, am besten auch auffällig. Da traf beim Intendanten Berndt Schmidt eine WhatsApp-Nachricht ein. René Pollesch, seit Jahrzehnten Regisseur der Volksbühne und ihr künftiger Intendant, bot an, in dem Revuetheater mal ein Stück zu inszenieren. Der Vorgang ist durchaus unüblich. Einer wie Pollesch fragt sonst nirgendwo um Arbeit nach, im Gegenteil – sie wird ihm angetragen. Nur Berndt Schmidt vom Friedrichstadt-Palast wäre ein solcher Antrag im Leben nicht eingefallen. Er kabelte erschrocken zurück: „Ich habe keine gottverdammte Ahnung, was das werden soll. Aber vielleicht was Großartiges.“ Damit war die Sache besiegelt.

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