Berlin - Der bedeutendste Architekt des 19. Jahrhunderts? Schinkel natürlich. Was seine Größe ausmacht, ist die souveräne Synthese. Eine Alchemie aus griechischer und römischer Antike, aus Mittelalter und früher Industrialisierung, aus Überlieferung und Neuerfindung.

Karl Friedrich Schinkel hatte ja zunächst am Werderschen Markt einen klassizistischen Bau geplant. Auftraggeber Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) aber verlangte ein Gotteshaus in „altdeutschem“, also gotischem Stil. In den Proportionen des Gebäudes indes blieb sich der Architekt in seiner Absicht, „die Gotik durch die Antike zu läutern“, treu. Immerhin ist das häufigste Wort in Schinkels Tagebüchern „schön“. Für Bettina von Arnim, Dichterin der deutschen Romantik, war er gar ein „enthusiastischer Weltverschönerer“. Was passt also besser zu Bauten von so viel Schönheit als eine die menschliche Gestalt in ihrer Schönheit, aber auch Verletzlichkeit feiernde Kunst – die der Skulptur?

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