Der Wechsel in Führungspositionen ist so etwas wie die Königsdisziplin der Unternehmenskultur. An ihm soll sich noch vor allen programmatischen Erklärungen ablesen lassen, wohin die Reise künftig geht. Der Soziologe Niklas Luhmann hat in einem frühen Aufsatz das Warten auf den „neuen Chef“ als Zeit des Umbruchs beschrieben, der alle Bereiche des Unternehmens in eine produktive, aber keineswegs ungefährliche Unruhe versetzt.

Wenn darin die Absicht des Holtzbrinck-Konzerns bei der Verpflichtung des Journalisten und Bestseller-Autors Florian Illies zum neuen Verlagsleiter des Rowohlt Verlages bestand, so ist sie aufgegangen. Die Unruhe ist groß, allerdings nicht mit Blick auf den neuen Chef, sondern hinsichtlich der unrühmlichen Verabschiedung von dessen Vorgängerin Barbara Laugwitz, die seit 2005 in verschiedenen Funktionen für Rowohlt tätig war und nach dem Ausscheiden von Alexander Fest 2014 die verlegerische Leitung übernommen hatte.

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