Alfred Margul-Sperber war der erste literarische Förderer Paul Celans. In einem Empfehlungsschreiben bezeichnete er 1947 seinen Schützling als das „einzige lyrische Pendant des Kafka’schen Werkes“. Beider Quellen sind verwandt, sie liegen im Dunkel der menschlichen Seele, auch in den Tiefen des Talmud. 

In der Rezeption der beiden Autoren gibt es jedoch Unterschiede. Während Kafka zur Pop-Ikone geworden ist, wird man T-Shirts und Kaffeetassen mit dem Konterfei Celans zum Glück vergeblich suchen. Und es gibt unzählige Kafka-Verfilmungen – aber kaum filmische Celan-Adaptionen. Was auch mit der Schwierigkeit zusammenhängt, Lyrik zu verfilmen. Inzwischen sind jedoch eine Reihe sehenswerter Filme entstanden, die sich dem Leben und Werk Paul Celans widmen. Aus Anlass des 100. Geburtstages sollte es eine Retrospektive geben. Aus bekannten Gründen kann diese nicht stattfinden; dennoch hier eine Übersicht.

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