Es sind ein paar Sekunden, in denen sich das Leben von Marina Owsjannikowa, einer russischen Mutter mit Familie, auskömmlicher Arbeit und Hobbys, verändert hat. Die Mitarbeiterin des russischen Staatssenders Erster Kanal betritt am Montagabend während der Hauptnachrichtensendung um 21 Uhr das Studio, rennt zehn Schritte in den Raum, sucht den Bildausschnitt der TV-Kameras und hält ein Protestplakat hoch: „Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen.“ Die Live-Regie reagiert nach fünf Sekunden – nicht schnell genug. Owsjannikowa konnte mehrmals „Kein Krieg!“ rufen, die Bilder waren im Kasten, bevor umgeschaltet wurde, und finden nun Verbreitung über die sozialen Medien, wo Owsjannikowa als Heldin gefeiert wird.

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