Berlin - Vor 50 Jahren besuchte Willy Brandt als deutscher Bundeskanzler die polnische Hauptstadt und tat etwas, das die deutsch-polnischen Beziehungen neu sortieren, wenn nicht sogar revolutionieren sollte: Er unterzeichnete den Warschauer Vertrag und akzeptierte damit die Oder-Neiße-Linie als polnische Westgrenze zu Deutschland. Noch viel wichtiger war aber eine symbolische Geste – der Kniefall von Warschau. Willy Brandt (selbst Widerstandskämpfer während der NS-Zeit) besuchte das Mahnmal der Toten des Warschauer Ghettos und gedachte der Opfer des Hitler-Regimes, indem er sich, in stiller Trauer, auf Knien verneigte. Als Deutscher im Ausland bat er für sein Land um Vergebung. Eine würdevolle Geste, die sich in das Gedächtnis der Bundesrepublik einbrennen sollte.

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