Fundstücke der Woche: Brioche-Sandwiches, Neues von Dido und Freude an Balkonien

Brioche-Sandwich im Nom Nom: Aufrecht und mit viel Geschmack

Ich habe eine Schwäche für Brioche-Brot. Als ich das erste Mal gelesen habe, dass in Prenzlauer Berg ein neuer Lunch-Laden aufgemacht hat, der sich unter anderem auf Brioche-Sandwiches spezialisiert hat, war ich neugierig. Chefkoch Philipp Krakow, der im ORA gekocht hat und Sous-Chef Ranchi, haben die Karte ausgetüftelt. Ich wähle das „Big Beef in Berlin“, bei dem das Rindfleisch 72 Stunden auf niedriger Temperatur gegart wird. Das Fleisch wird zuvor mit der hausgemachte Gewürzmischung mariniert. Das Ergebnis überzeugt: Es schmeckt herrlich zart, saftig und harmoniert wunderbar mit dem hausgemachten Sauerkraut. Das Besondere im Nom Nom: Das Sandwich steht aufrecht, die Brioche-Scheibe wird oben eingeschnitten und dann gefüllt. Das Brot kommt von der Bekarei in Prenzlauer Berg – eine gute Wahl. Schön anzuschauen sind auch die großflächigen, bunten Illustrationen des Künstlers Marius Glauer.

Nom Nom Schönhauser Allee 44, Prenzlauer Berg, Mi–So 12–21 Uhr
+++

Dido „Still On My Mind“: Ruhe in einer verrückten Welt

Alle fünf bis sechs Jahre veröffentlicht Dido, die mit vollem Namen Dido Florian Cloud de Bounevaille O’Malley Armstrong heißt, ein neues Album. „Still On My Mind“ heißt ihr aktuellstes, es ist in 20 Jahren das fünfte.

Zwischendurch verschwand die Engländerin immer wieder aus dem Rampenlicht, kümmerte sich ums Familienleben. Nach 40 Millionen verkauften Alben kann sie sich das leisten. Es sind die vertrauten Klänge aus akustischem Folk und elektronischen Beats, die dunklen Nuancen in der Stimme, an denen man Dido sofort wiedererkennt. Doch die neue Platte ist düsterer, bedrohlicher. „Still On My Mind“ versteht sie als musikalische Zuflucht, als Ort der Ruhe und Harmonie in einer verrückten Welt. Neu sind die sphärischen Industrial-Klänge und opulenten Streicher, die fast schon etwas kitschig anmuten. Im Mai geht die 47-Jährige auf ihre erste Tournee seit 2003, am 15. Mai kommt sie ins Tempodrom. Noch gibt es Karten.

Dido „Still On My Mind“ BMG 15,99 Euro, auch auf Spotify und iTunes

++++

Frühlingsfest: In den Sonnenaufgang tanzen

Weg mit den dicken Winterjacken, Schals und Handschuhen. Sonnenbrille auf, die Vespa starten und gen Westen der Sonne entgegen! Der Frühling ist da, die Temperaturen knacken die 15 Grad! Das Birgit&Bier, einer meiner Lieblingsclubs – oder soll ich sagen Lieblingsbiergarten – begrüßt die ersten warmen Tage mit einem Frühlingsfest. Auf vier Floors legen DJs wie Kollektiv Ost, Channel X oder Thomas Lizzara (official) House, Techno, Electro, Disco, 80s/90s auf. Für jeden Musikgeschmack ist also etwas dabei. Ich freue mich besonders auf das Set der beiden Jungs von Kollektiv Ost. Sandro Schäufler und Marcel Schulz machen seit 2003 unter diesem Namen kreative, sehr tanzbare Elektro/Housemusik in Berlin und auch im Rest von Deutschland. In ein Gute-Laune-DJ-Set können Sie auf der Musikplattform Soundcloud reinhören.

Birgit’s Frühlingsfest Birgit&Bier, Schleusenufer 3, Kreuzberg, Sa, ab 23 Uhr,
Vorverkauf 10 Euro, Abendkasse 12 Euro
+++

Blog „Hauptstadtgarten“: Es grünt so grün

Am vergangenen Wochenende habe ich angefangen, meinen Balkon für den Frühling schön zu machen. Ich hatte an dieser Stelle schon mal erwähnt, dass ich nicht wirklich einen grünen Daumen habe, ich mag einfach gerne Blumen und Gräser um mich herum. Neben der üblichen Blumenpflanzerei habe ich in diesem Jahr zwei neue Ideen, die ich umsetzen will: Zum einen will ich Kräuter und Tomaten in einem kleinen Hochbeet pflanzen. Zum anderen möchte ich einen vertikalen Garten an die Hauswand meiner Wohnung hängen. Fachlichen Rat habe ich mir bei der Berlinerin Carolin Engwert geholt. In ihrem Gartenblog Hauptstadtgarten.de gibt die gelernte Grafikerin praxisnahe Tipps für Balkon und Garten in allen Sonnenlagen und wertvolle Hinweise zum Selbermachen. Wer sich bei der Kombination von Gemüse und Pflanzen unsicher ist, sollte bei der Hauptstadtgärtnerin einfach mal reinschauen.

Blog hauptstadtgarten.de von Carolin Engwert