Glutenfreies Brot, das nach Brot schmeckt

Mehr als zwei Jahre hat die Berlinerin Ava Celik, die an Zöliakie – Glutenunverträglichkeit – leidet, an der perfekten glutenfreien Brotmischung getüftelt, denn sie wollte nicht auf den typischen Brotgeschmack verzichten. Die ausgebildete Schauspielerin hat die Ergebnisse ihrer Tüfteleien bei Instagram dokumentiert. Herausgekommen ist ein wunderbar saftiges Brot mit einer knackigen Kruste, nussig und erstaunlich nah am klassischen Brotgeschmack.

Der Sauerteig darf bei Celik mindesten 2,5 Tage ruhen, sie nimmt sich viel Zeit, damit ein glutenfreies Brot in höchster Qualität entsteht. Seit Mitte Dezember gibt es nun ihre Bäckerei Aera Bread in der Fasanenstraße in Charlottenburg. Für alle Nicht-Berliner: Ab Mitte Februar ist der Online-Shop live, dann kann das Brot auch digital bestellt werden. Schon jetzt gilt: Wer nicht vorbestellt, geht mitunter leer aus.

Aera Bread Fasanenstraße 74, Charlottenburg, Mo–Sa 12–20 Uhr.
Onlineshop ab Mitte Februar unter aerabread.com

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Sneaker-Kult der Neunziger

Die Sneaker-Modelle der Neunzigerjahre prägen die Streetstyle-Mode bis heute. Und Adidas, Reebok oder Nike haben die Klassiker aus diesem Jahrzehnt immer wieder mit Farben, Schnittvariationen und Materialien neu interpretiert. Als bekanntestes Beispiel für diese kreative Metamorphose gilt Nikes Air-Max-Modell. Zusammen mit dem Berliner Sneaker-Shop Overkill präsentiert die Ausstellung Nineties Berlin in der Alten Münze nun die Sonderausstellung „Sneakers of the Nineties“. Aus mehreren Privatsammlungen trugen die Kuratoren mehr als 150 Schuhmodelle zusammen, die beispielhaft für Mode und Trends der Dekade stehen und mittlerweile Kult-Status genießen – aber leider nicht mehr zu kaufen sind. Wer noch mehr über die Neunzigerjahre erfahren will, kann nebenan ins Nachwende-Berlin eintauchen.

Nineties Berlin Alte Münze, Molkenmarkt 2, Mitte, bis 23. Juni, täglich 10–20 Uhr, Eintritt 12,50 Euro 

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Wenn Grönemeyer schwärmt

Wussten Sie, dass Herbert Grönemeyer gleich zwei Wohnungen in Berlin hat, eine im Osten und eine im Westen? Dass er am liebsten mit einem seiner vielen Autos – er studiert Gebrauchtwagenportale wie andere ihre Tageszeitung – durch die Stadt fährt? Und welche Lieblingsrestaurants in Steglitz und Mitte er dann damit ansteuert? Wie seine Begegnung mit Willy Brandt verlief, und mit welchem Trick er seine Platten auch in der DDR verkaufen konnte?

All diese teils sehr persönlichen Einblicke in das Leben von Deutschlands wohl sympathischstem Musiker gibt der wunderbare Interview-Podcast „Alles gesagt?“ der Kollegen von der Zeit. Am besten hören Sie ihn auf einer längeren Auto- oder Zugfahrt, denn das Gespräch mit Jochen Wegner und Christoph Amend dauert ganze fünf Stunden – eben so lange, bis alles gesagt ist. Und gesungen wird irgendwann auch noch!

Alles gesagt? Podcast, gratis bei Spotify oder itunes

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Vegetarisch und vietnamesisch

Im Kreuzberger Möckernkiez tut sich was – Hunderte Wohnungen der Möckernkiez-Genossenschaft wurden im Herbst bezogen, kulinarisch ist die Gegend am Gleisdreieck-Park aber noch eine Brachfläche. Neu im Kiez ist ein kleines vietnamesisches Restaurant – das H2. Die vegetarische Küche ist eine willkommene Abwechslung im Viertel, die Italiener-Meile in der angrenzenden Kreuzbergstraße ist auf Dauer doch recht einseitig. Erfreulich, dass mit dem H2 jetzt erfrischend leichte vegetarische Küche in den Kiez kommt. Die hausgemachten Limonaden mit Litschi, Limetten, Zitronengras, Aloe Vera oder Grüntee schmecken natürlich und erinnern an warme Sommertage. Das H2 konzentriert sich auf die natürlichen Geschmacksträger der Speisen und würzt seine übersichtliche Auswahl an Tofu-, Seitan- und Gemüse-Hauptgerichten mit Bedacht.

H2 – Be Veggie Möckernstraße 48, Kreuzberg, täglich 12–22 Uhr.
Speisekarte online: h2beveggie.de