Tee I: Porzellan für das Sonntagsgedeck

Was der Rahmen für das Bild, ist die Schale für den Tee. Nicht nur ihr Aussehen ist von Bedeutung, sondern auch, wie sie in der Hand liegt. Der Gastgeber in der japanischen Teezeremonie wählt die Schalen entsprechend dem Anlass – also zum Beispiel passend zur Jahreszeit. Wer mal im Teehaus Macha Macha oder im Restaurant Shiori war, hatte seine minimalistischen, fein strukturierten Schalen vielleicht schon in der Hand: Der japanische Keramikkünstler Yasuhiro Cúze fertigt sie in der traditionellen japanischen Tobikanna-Technik an, bei der in Sekundenschnelle mit der Rückseite eines Messers unregelmäßige Muster erzeugt werden. Kaufen kann man seine Kreationen auf dem an diesem Sonntag stattfindenden Nowkoelln Flowmarkt am Maybachufer. Interessenten können Cúze aber auch direkt kontaktieren und einen Termin in seinem Atelier in Britz vereinbaren.

Yasuhiro Cúzewww.studio-cuze.tumblr.com 

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Tee II : Heilende Kräutermischungen

Wer die Tadshikische Teestube in der Oranienburger Straße kennt, wo man auf Sitzkissen zwischen handgeschnitzten Säulen aus Sandelholz Platz nimmt, weiß, dass Teesalons Orte zum Verweilen sind. Auch im neuen Tee.Salon.Iki geht es nicht um den schnellen Kick. Hier gibt es zwar keinen dampfenden Samowar, dafür aber jede Menge Expertise und eine beachtliche Auswahl an gesundheitsfördernden Tees, Bio-Kräutern, Honig und naturbelassenen Produkten aus Griechenland. Das freundliche Personal in dem schlicht eingerichteten Salon weiß genau, wie was wirkt und wo es herkommt – das meiste stammt aus Kreta und der Region Makedonien. Vor allem der griechische Bergtee, der angeblich gegen Alzheimer, ADHS und andere degenerative Störungen hilft, soll wahre Wunder wirken. 

Tee.Salon.Iki Böckhstr. 50, Kreuzberg, Di–So 11–19h

Tadshikische Teestube im Kunsthof, Oranienburger Str. 27, Sa & So 12–23 Uhr