Nur wenige Schauspieler gibt es, deren Partei man immer ergreifen würde. Sie können tun und lassen, was sie wollen – es findet nahezu allgemeine Billigung. Sie könnten – nur mal angenommen – in eine Ecke pinkeln, und man wäre höchstwahrscheinlich immer noch begeistert. Über die Art, wie sie das tun, die natürlich eine ganz eigene, so gar nicht vulgäre wäre! Der Brite Colin Firth gehört zu diesen Schauspielern. Wobei nicht ganz erklärlich ist, warum dem so ist. Von eher durchschnittlichem Äußeren, aber eben auch gewinnendem Wesen begeisterte er das Publikum von „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ im Jahr 2001 allein schon dadurch, dass er einen Strickpullover mit weihnachtlichem Rentiermotiv trug. Und das war erst der Anfang! Später lagen seinem stotternden König George VI. die Zuschauer zu Füßen („The King's Speech“, 2010). Und als Agent des britischen Geheimdienstes fesselte er in „Dame König As Spion“ (2011) nicht nur die Gegner.

In „Gambit – Der Masterplan“ verkörpert Colin Firth nun einen überaus kompetenten und ehrenwerten, aber sozial leider auch etwas unbeholfenen Kunstkurator. Dieser Harry hat es nicht leicht, denn sein Chef, der Mogul Shahbandar, ist nicht allein der reichste Mann Englands, sondern mit Sicherheit auch der gemeinste. Immer neue Arten fallen ihm ein, Harry zu demütigen, und dann erfährt der Ärmste hintenrum, dass er auch noch gefeuert werden soll. Zeit für einen Gegenschlag! Mit seinem alten Freund, dem gewieften Kunstfälscher Major Wingate (Tom Courtenay), ersinnt Harry einen raffinierten Plan, in dem es um einen echten und ein falschen Monet sowie um sehr viel Geld geht.

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