Patricia Highsmith: Genussvolle Beobachterin des Weltuntergangs

Vor 100 Jahren wurde Patricia Highsmith geboren, eine Autorin, die sich viele Verbrechen ausmalen konnte und trotz ihres Erfolgs Außenseiterin blieb.

Auch Schreiben ist ein Handwerk: die Schriftstellerin Patricia Highsmith (1921–1995), umgeben von Papier und anderen nützlichen Dingen.
Auch Schreiben ist ein Handwerk: die Schriftstellerin Patricia Highsmith (1921–1995), umgeben von Papier und anderen nützlichen Dingen.imago images/Sophie Bassouls

Sie hatte sofort Erfolg: Kaum war 1950 Patricia Highsmiths erster Roman „Zwei Fremde im Zug“ erschienen, kaufte Alfred Hitchcock die Filmrechte, und ihr zweiter brachte ihr viel Geld ein. Dass sie „Salz und sein Preis“ (1953) geschrieben hatte, wusste allerdings keiner, weil die Lesbengeschichte unter Pseudonym erschien. Als der Roman schließlich 1990 mit Klarnamen unter dem Titel „Carol“ herauskam, war sie längst eine gefeierte Autorin von sogenannten Psychothrillern. Sie selber nannte es lieber Suspense Novels, Spannungsromane, wobei die Spannung sich nie bei der Auflösung eines Kriminalfalles entwickelt, sondern bei der genussvollen Beobachtung eines Weltuntergangs.

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