Auch die Stadt Bonn hat inzwischen ihre Bediensteten angewiesen, geschlechtsneutral zu kommunizieren. Laut amtlichem Leitfaden ist „keiner“ durch „niemand“ zu ersetzen, „Mann/Frau“ durch „Mensch, Mitglied“ und „Fahrzeughalter“ durch „fahrzeughaltende Person“. Kein Bürger soll sich ausgegrenzt fühlen, ausgenommen jene mit Sprachgefühl. Die große Mehrheit der Leute will das nicht.

Aber wo kämen wir hin, wenn Behörden die Sprache der Bürger sprächen? Für „weitere Formulierungsvorschläge“ verweist das offizielle Bonn auf die Webseite geschickt-gendern.de. Dort wird „Gastronomiebetriebsleitung“ anstelle von „Gastwirt“ empfohlen, „solidarisch wegbegleitende Person“ für „Kamerad“ und „auskundschaftende Person“ statt „Spion“. Die auskundschaftende Person, die aus der Kälte kam. Wenn man Geschicklichkeit so definiert, dann kann sogar ich mit Nadel und Faden umgehen.

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