Das Buch verspricht etwas, was es nicht einlöst. Aber das ist nicht schlimm. Es heißt „Generation Mauer. Ein Porträt“, ist nun erschienen, da bald der 25. Jahrestag des Falls der Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland gefeiert wird. Ein Beitrag zum Jubiläum also. Ines Geipel schreibt über Menschen, die in den 1960er Jahren im Osten geboren wurden. Damals stoppte der Staat die Abwanderung und intensivierte die Überwachung; das war der „real existierende Sozialismus“.

Wer in dieser Zeit aufwuchs, wie die Autorin des Buches (und auch der Rezensentin), lernte früh, zu Hause Gesagtes nicht nach außen zu tragen. Fernsehen, Radio, Kleidung – vieles hatte im privaten Bereich zu bleiben. Oder es musste sogar vor den Eltern verheimlicht werden, was die Freunde erzählen, was sie lesen. Und in den FDJ-Versammlungen wurden auch „Stimmungen und Meinungen“ erfragt. Das heißt im Buch: „Die Mauerkinder sind in einer Verratskultur großgeworden.“

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