Es beginnt, wie ein guter Krimi halt beginnt: Dunkle Gestalten schleichen nachts um die Häuser, ein Mann steht einsam auf dem Balkon und raucht, ein Ferrari brennt, es gibt eine Schlägerei, und dann beißt eine fette Ratte einem unschuldig schlafenden Baby einen Finger ab. Der Privatermittler Georg Dengler steigt sofort in den nächsten Flieger von Stuttgart nach Berlin, seine Freundin, die Hackerin Olga, ist nämlich befreundet mit der Mutter des armen Babys, und Dengler erklärt sich also bereit, den Übeltäter zu finden, der die Killer-Ratte im Treppenhaus des Kreuzberger Plattenbaus ausgesetzt hat.

Nun ist Wolfgang Schorlaus „Kreuzberg Blues“ bereits der zehnte Fall, in dem Georg Dengler ermittelt, und man ahnt, dass Dengler, der in der Vergangenheit bereits mit der Aufklärung des Todes des Treuhandchefs Detlev Rohwedder oder des NSU-Duos Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt betraut war, ein größeres Rätsel lösen muss als das eines Rattenbisses. Und dass das eigentliche Verbrechen in diesem Roman jenseits des Strafgesetzbuches liegt.

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