George Clooney, 59, zeigt sich in Interviews zumeist als besonnener und gut gelaunter Zeitgenosse. Aber das muss nicht immer so sein, wie der Schauspieler jetzt in einem Gespräch mit dem skandalfreudigen Radiomoderator Howard Stern zeigte (ab 1:27:35). Dessen Talkshow ist eine Art Klartext-Veranstaltung und Clooney musst sich nicht lange bitten lassen, beim Thema Corona die gewünschte Empörung abzuliefern. Und so fing er mit seiner Schimpftirade gegen Masken-Verweigerer an: „Sie kommen einem dann mit ‚Ich lasse mir meine Freiheit nicht rauben‘. Aber das ist nicht, wie dieser Scheiß abläuft, du dummer Arsch.“

Die Freiheit, die Clooney verteidigen möchte, ist eine andere, wie er in einer Art Begründung ausführte. Die fiel aber nicht weniger energisch aus: „Du hast die Freiheit zu rauchen, bis deine Lungen schwarz werden. Aber dennoch kannst du es nicht im Bus machen. Du kannst saufen, bis dir deine Leber aus dem Arsch rauskommt. Aber du kannst dann nicht hinters Steuer steigen.“ Um es mit den wohlgesetzten Worten des Philosophen Immanuel Kant (1724–1804) zu sagen: „Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.“ Wäre Clooney nicht in der „Howard Stern Show“ zu Gast gewesen, hätte er es wohl auch so formuliert.

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