Der Schriftsteller Christoph Hein

Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinVor zwei Jahren saß neben mir in der Bundesbahn ein junger Mann, er war vierzehn oder fünfzehn Jahre alt und spielte mit seinem Handy. Ein Signal ertönte, er erhielt offenbar eine Nachricht, las sie, lachte auf und gab nun seinerseits einen Text ein. Seine Antwort gefiel ihm offensichtlich über alle Maßen, denn nun lachte er laut auf, stieß mich an und hielt mir sein Handy vor das Gesicht, damit ich seine Antwort lese. Es war ein kurzer Satz, nicht sonderlich witzig, aber typisch für den Humor eines pubertierenden Jugendlichen.

Ich nickte daher freundlich, sagte, das sei tatsächlich komisch, machte ihn aber darauf aufmerksam, dass seine Antwort zwar nur aus acht Worten bestehe, nichts desto weniger aber neun Fehler enthalte.

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