Georges Moustaki war „Le Métèque“. 1969 erschien dieses Lied, das einer kurz gefassten Autobiografie des gestern 79-jährig verstorbenen Chansonniers so nahe kam, in Frankreich auf Schallplatte. Und schwang sich dort für neun Wochen zum Nummer-Eins-Hit auf. Auf italienisch hieß es „Lo straniero“, auf Spanisch „El extranjero“, Lied und Lebensgefühl gingen um die Welt.

Der Titel „Métèque“ ist schwer ins Deutsche zu übersetzen, denn in ihm klingt einiges mit. „Ausländer“ wäre zu neutral, „Kanake“ zu brutal, das englische „Outcast“ trifft es vielleicht ganz gut. Einer, der nicht von hier ist, geheimnisumwittert, argwöhnisch beäugt und abgelehnt. „Avec ma gueule de métèque, de Juif errant, de pâtre grec“ – „Mit der Fresse eines Ausländers, eines umherirrenden Juden, eines griechischen Viehhirten“, so beginnt das Lied, das Moustaki als Sänger berühmt machte.

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