Berlin - Wie nennt man die Klarstellung der Zurückweisung einer Ablehnung, die gar keine war? Das Wort dafür ist noch nicht erfunden. Das Ganze darf man auf jeden Fall absurd nennen: Der Streit um ein mögliches „House of Jazz“ in der Alten Münze, eine Idee des Promi-Jazztrompeters Till Brönner, bekommt allmählich so groteske Züge, dass es die Beteiligten sogar selbst merken. Das ist das Gute daran: Dem Standort, einem ebenso schönen wie sanierungsbedürftigen Gebäudeensemble an Mühlendamm und Spree, und seiner Zukunft kann dies am Ende sogar nutzen.

Die letzte Eskalation geschah erst am Mittwoch: Der Hamburger Sozialdemokrat Johannes Kahrs, ein Haushalts- und Kulturpolitiker des Bundestags, ließ über die Nachrichtenagentur DPA wissen, dass man ein „House of Jazz“ auch bundesweit ausschreiben lassen könnte, wenn Berlin ein solches Projekt nicht wolle. „Dann könnte sich jede Kommune in Deutschland darum bewerben. Das wäre eine charmante Lösung“, teilte Kahrs mit – und man meint, eine gewisse Häme gegenüber der Kulturpolitik in der Hauptstadt durchhören zu können.

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