Rolf Hoppe, Mitte, mit Christine Harbort, links, und Klaus Maria Brandauer, rechts, in Mephisto von István Szabó.
Foto: imago images/Mary Evans

Berlin - Anfang der 1970er-Jahre denkt der Defa-Dramaturg Walter Janka darüber nach, Klaus Manns Roman „Mephisto“ zu verfilmen. Janka hat gute Beziehungen zur Familie Mann, das geht noch auf seine verlegerische Arbeit im Exil zurück. Als er in der DDR aus politischen Gründen verhaftet wird, setzen sich auch die Manns vehement für seine Freilassung ein.

Nun also „Mephisto“, die 1936 geschriebene Abrechnung Klaus Manns mit seinem früheren Schwager Gustaf Gründgens, der sich den Nazis angedient hatte. Golo Mann signalisiert Wohlwollen: „Die Familie Mann“, schreibt er nach Babelsberg, „wäre mit einer Verfilmung durchaus einverstanden, sei es in der DDR allein, sei es in Form einer Co-Produktion.“ Zugleich weist er darauf hin, dass der Roman seines Bruders in der Bundesrepublik verboten sei.

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